Alexander Deichsel: Markensoziologie in der 2. AuflageWer sich auf die
erfrischende Lektüre von Alexander Deichsels „Markensoziologie“ einlässt, sollte
wissen, was Soziologie ist, etwas Ahnung von Gestaltphilosophie haben, schon
einmal mehr als nur die Namen von Philosophen wie Leibniz, Kant und Le Bon
gehört haben, den Unterschied zwischen Synergetik und Synergie kennen und sich
mit Vererbungslehre, Physik, Wahrnehmungspsychologie, Verhaltensforschung und
insbesondere der Systemtheorie Luhmanns beschäftigt haben.
Marke: Wille, Energie und GestaltDeichsel war
Professor für Soziologie in Hamburg und weiß, wie man den Gedankenfluss anregt,
ohne zu überfordern. Er hat die Markensoziologie in ihrer zweiten, vollständig
überarbeiteten Auflage um über 130 Seiten erweitert und mit drei zusätzlichen
Kapiteln versehen. Das neue erste Kapitel führt die Marke als Gegenstand der
soziologischen Betrachtung ein. Dann folgen die Kapitel Marke als
sozialer
Wille, Gestaltsystem Marke, Erfolgsprinzip Selbstähnlichkeit,
Markenrecht,
Öffentliche Meinung, Markenterritorium und Kundschaftswachstum.
Abgeschlossen
wird das Werk von einer Betrachtung unter dem Titel „Discounting ist
kein
Wirtschaftskonzept“. Kompromisslos, scharf und inspirierend stellt
Deichsel den
bewusst gestaltenden Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegung und
trifft
damit den Nerv des wachen Unternehmers. An jeder Stelle möchte man
einhaken, um
der eigenen Marke forschend auf den Grund zu gehen. Dabei entfaltet der 380 Seiten umfassende Band nicht nur die seit 1984
aus der Gestaltsoziologie und Markentechnik Domizlaffs entwickelte
Markensoziologie, sondern liefert erprobte Handreichungen aus der
Praxis für die Praxis. Deichsel will zum Positiven wenden, indem er
starre Standpunkte und Haltungen der Unternehmer zur eigenen Marke mit
ungewöhnlichen Hinweisen aufbricht, womit ungeahnte Kräfte freigesetzt
werden können. sum Alexander Deichsel: Markensoziologie. 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2006, 383 Seiten, 68 Euro. erschienen in: Lebensmittel Zeitung, Nr. 39 vom 29. September 2006, S. 79
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